FERIENHÄUSER WITZKY
Urlaub im Erholungsort Himmelpfort.

Himmelpfort: Geschichte

Klosterruine

Ruine des Zisterzienserklosters.

Haus des Gastes und altes Brauhaus

Haus des Gastes und das alte Brauhaus.

Der brandenburgische Markgraf Albrecht III., ein Urenkel des Askaniers Albrecht der Bär, stiftete 1299 das Zisterzienserkloster Himmelpfort als sein Grablegekloster. Der Legende nach stammt der Name des Klosters vom Bruder Otto, der von einem Hügel beim Anblick der Landschaft „Coeli porta“ (Pforte des Himmels) ausrief. Himmelpfort war das dritte Tochterkloster des Klosters Lehnin und wurde von dortigen Mönchen aufgebaut. Es war sehr großzügig mit Landbesitz, Mühlen und Dörfern im Umland ausgestattet worden und nahm die Funktion eines Vorpostens an der Grenze zu Mecklenburg ein. Die sterblichen Überreste Albrechts III. konnten bis heute nicht ausfindig gemacht werden.

Seine Grenzlage kam Himmelpfort jedoch nicht zu gute. Es fiel zwischenzeitlich an Mecklenburg und konnte aufgrund vieler kriegerischer Auseinandersetzungen in der Gegend nie die Bedeutung anderer Zisterzienserklöster erreichen. Nach der Reformation kam es schließlich 1541 zur Säkularisierung und Auflösung des Klosters. Himmelpfort kam als Lehen an die Familie von Trott. In den Zeiten des dreißigjährigen Krieges kam es zu Plünderungen und Verwüsten und viele Klostergebäude verfielen. Nach dem Aussterben der Familie von Trott im Jahr 1727 fiel Himmelpfort an den preußischen König.

Im 19. Jahrhundert sind die Bewohner Himmelpforts vor allem Fischer und Schiffer. Die Schiffersleute von Himmelpfort transportieren mit ihren Kähnen Waren auf Woblitz, Havel, Elbe und Oder. Im Ortsteil Pian entsteht eine Glashütte. 1899 erhält Himmelpfort einen Bahnhof an der Strecke Fürstenberg–Lychen–Templin und damit den Grundstein für die Entwicklung des Fremdenverkehrs. Im Jahr 1925 wird Himmelpfort Luftkurort und erhebt später eine Fremdenverkehrspausschale.

In der Zeit des Nationalsozialismus entsteht bei Fürstenberg das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und später des Jugend-Konzentrationslager Uckermark. Ab 1943 müssen auch in Himmelpfort Häftlinge aus Ravensbrück in einer Pantoffelfabrik arbeiten. 1945 wird der Ort widerstandslos von der Roten Armee eingenommen.

Um das Jahr 1955 herum beginnt der Bau von Ferienhaussiedlungen und Zeltplätzen. Der Tourismus erlebt großen Auftrieb. Es entstehen in der Folgezeit eine Kaufhalle, ein Kino, ein Tanzlokal und neue Gaststätten. In den 1970er Jahren hat Himmelpfort über 700 Einwohner. 1984 werden im Himmelpforter Postamt die ersten Kinderwunschzettel beantwortet, das Weihnachtspostamt entsteht.

Im Zuge der Währungsunion im Juni 1990 kommt es zu einem starken Rückgang im Tourismus, der bisher vor allem in staatlicher und gewerkschaftlicher Hand war. Kinderferienlager, betriebliche Erholungsheime und das FDGB-Heim werden geschlossen. Nach und nach entstehen jedoch viele neue private Urlaubsmöglichkeiten und der Gemeinderat beschließt 1995 die Entwicklung Himmelpforts zum Erholungsort. Die Infrastruktur im Dorf wird erneuert und das Haus des Gastes in der Klosterstraße eingerichtet.

Im Jahr 1998 wird der Klosterkräutergarten eröffnet und 2004 der Himmelpforter Abschnitt des Radfernwegs Berlin–Kopenhagen fertiggestellt. 2002 wird Himmelpfort schließlich der 13. staatlich anerkannte Erholungsort im Land Brandenburg. Ein Jahr später verliert Himmelpfort seine kommunale Selbstständigkeit und wird im Zuge einer Gemeindegebietsreform Ortsteil der Stadt Fürstenberg/Havel.


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